Wasserfall und sonnige Aussichten

Diese 13 km lange sehr schöne Wanderung startet im Süden des Nordschwarzwaldes, am Kloster Allerheiligen (ca 600m). Vom Kloster ist seit einem folgenschweren Blitzschlag 1803 nicht mehr viel übrig, aber immerhin kann man zwischen ein paar Wänden mit großen Fensteröffnungen wandeln.
Dem Wegweiser folgend, kommt man zum Lierbach. Einige hundert Meter weit fließt er noch ruhig vor sich hin. Doch dann kommt die Wasserfallschlucht mit mehreren Kaskaden. Rund 100 m tief folgt ein sehr gut ausgebauter Klettersteig mit Treppen und Geländer den Wasserfällen. Die Kaskaden selbst sind steil und auch einige Meter hoch. Breite und hohe lotrechte Felswände umrahmen dieses Naturschauspiel. Unten angekommen, geht es im Tal weiter, wobei der Weg zwischen Straße und Bach mit einem kleinen Pfad beginnt und dann breiter wird. Nach einem kurzen Stück fließt der Bach zwischen Wiesen, wo wir ihn überqueren. Der Weg links würde zu den Gehöften am steilen Berghang (Wahlholz) führen, deren Lichtungen man beim Aufstieg sieht. Bis zum Wasserfallhotel muß man noch ein Stück Straße laufen. Nach der Bushaltestelle geht rechts ein Weg nach oben, der einem zunächst wieder zurück Richtung Allerheiligen bringt. Aber dann geht scharf links ein Weg Richtung Braunberg ab, den wir jetzt nach oben steigen. Nach ca. 180 m Steigung hat man eine große Wiese erreicht, die einen Panoramablick ins Rench- und Rheintal ermöglicht. Ein wenig abwärts geht es jetzt weiter durch den Wald. Nach ein paar Kurven kommt ein Wegweiser nach Altschmatt. Wie der Name vermuten läßt gibt es auch hier duftende Wiesenmatten. Es geht ein wenig bergauf nach Sohlberg, wo man beim schon lange vorher ausgeschilderten Cafe/Restaurant Wandersruh einkehren kann. Vielleicht gibt's dort auch ein Radler. Nach einer Pause kommt man dann weiter an Kuhweiden vorbei. Beim Parkplatz muß man rechts abbiegen und nimmt die letzte Steigung zum Sohlberg auf sich. Der ist jedoch nur 100m höher, so daß man das gerade noch so schaffen kann. Nach der Knappeneckhütte folgt ein toller Ausblick Richtung Hornisgrinde. Das letzte Stück geht durch den Wald zum Parkplatz St. Ursula. Ein Wegweiser zeigtden Weg nach Allerheiligen und wenn man dann so durch die Wiese läuft, kann man dann auch noch mal einen Blick hoch zum 1055 m hohen Schliffkopf werfen.

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Hochebenen und Moore

Die Landschaft des Nordschwarzwaldes wird von vielen Hochebenen geprägt. Dort befinden sich Hochmoore, Waldmoore (Missen), Moorheiden (Grinden), aber auch Kare und moorige Wege (z. B. von der Teufelsmühle zum Langmartskopf) unterhalb und zwischen den Ebenen sind zahlreich vorhanden. Hauptmerkmal der Hochmoore ist, daß sie wegen der uhrglasförmigen Torfaufwölbung vom Grundwasserhaushalt losgelöst sind. Das Wasser ist daher mineralarm und viele Hochmoore haben in ihrer Mitte einen See, genannt Kolke. Typische Vertreter: Wildseemoor bei Kaltenbronn (191 ha, 8 m Mächtigkeit, See 2,8 ha und 3 m Tiefe). Ein weiterer Moortyp ist das Waldmoor oder auch Missen, welches im Prinzip ein bewaldetes Hochmoor ist. Dort gibt es sowohl Lichtungen als auch Wald. Typische Bewohner sind Sonnentau, Kiefer, Heidekraut, Heidel-, Preiselbeere und Wollgras. Die Mächtigkeit der Missen beträgt allderdings nur 1 m , maximal 3 m. Auf Holzschwellen geht es z.B. bei der Breitlohmüß (viele Gebiete enden entsprechend auf -misse oder -müß) zum 980 m hohen Hohlohsee. Kühlfeuchtes Klima, staunasser und nährstoffarner Boden, üppige Bodenvegetation mit lichtem Kieferwald machen die Missen zum idealen Lebensraum für das Auerwild. Der Mensch selbst schuf diese Landschaft durch Entnahme organischer Substanz in einem 12 jährigen Rhythmus. Bürstenmoos wurde zu Bürsten verarbeitet und auch Reisig, Heide, Moos, Laub und Nadeln fanden Verwendung. Durch diese Streunutzung verschlechterten sich Bodeneigenschaften und Wasserführung, was zur Zerstörung des Waldes bis 1850 führte. Als Folge entstanden in Zusammenhang mit den klimatischen Voraussetzungen die Missen. Das Auerwild ist daher ein Kulturfolger. Moorheiden (Grinden) sind auf den Kammlagen des Nordschwarzwaldes wie z.B. Hornisgrinde und Schliffkopf verbreitet. Die dortigen Grindenvermoorungen sind nur sehr dünn (10-30 cm Torfmächtigkeit). In früheren Zeiten wurden die Grinden beweidet und sind daher waldfrei. Dem muß heute durch Auslichtung nachgeholfen werden. Kaare entstanden durch Eiserosion an vergletscherten Gebirgshängen. Meist bilden die Karwände einen Halbkreis um den leicht ausgehöhlten Karboden. Die Kaare sind oft mit Moränenwällen abgeschlossen. Dadurch entstehen Niedermoore oder auch Seen, z. B. Biberkessel (beim Ochsenstall), Wildsee (Nähe Ruhestein).

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Von Pforzheim über Hohloh zur Schwanner Warte

Pforzheim ist über den KVV von Karlsruhe aus sehr gut zu erreichen, so daß die Anfahrt kein Problem ist.
Zunächst geht es vom Bahnhof zur Enz hinunter, dann folgt man den Wegweisern nach Neuenbürg und fährt auf der linken Seite der Enz (bergauf gesehen). Richtung Neuenbürg führt der Weg zunächst ein paar Meter oberhalb der Enz, dann über eine Brücke um auf die Straße zu gelangen. Man kann auch geradeaus weiter, da wird es später jedoch etwas ungünstig zum radeln. Neuenbürg liegt tief unten in einer großen Flußschlinge, die den 400 m hohen Schloßberg umrundet. Im Städtchen angekommen, geht es am Peptinwerk vorbei und man gelangt auf den Enztalradwanderweg. Die Strecke führt ziemlich eben entlang der Bahnlinie. Diesem wird bis zum Eingang des Eyachtales entlang geradelt, wo man von mehreren Forellenzuchtbetrieben empfangen wird. Von nun an geht die kleine Straße einige km entlang der Eyach langsam aber stetig bergauf. Zwischen den Bergen kann man die Stille und das plätschern des Baches zwischen den Bergen genießen. Bevor sich die Eyach verzweigt, weitet sich das Tal zu einer großen Feuchtwiese. Dort führt ein Weg mitten durch. Wir folgen dem linken Zweig und müssen nun fester in die Pedale treten. Wir befinden uns, bergauf betrachtet auf der rechten Seite des linken Zweiges und folgen auch dem Weg bis zum Ende. Am Talschluß kann man scharf rechts oder links abbiegen. Wir entscheiden uns für links, kommen nach gut 500 m auf den Postweg fahren scharf nach rechts. Jetzt noch 70 m bergauf und geradeaus, zwischendurch Richtung Hohloh abbiegen und man befindet sich auf einer Hochebene, der Schwarzmüß. Dann ist der 984 m hohe Hohloh nach einem weiteren kleinen Aufstieg erreicht. Die Aussicht ist wunderbar, ganz unten fließt die Murg, etwas weiter weg sind die Hornisgrinde und das Rheintal zu sehen. Aber nun geht's abwärts, die Straße runter bis zu jenem Parkplatz, von dem aus man zur Kreuzleshütte gelangt. Diese liegt auf einer kleinen Lichtung. Von dort ist wieder ein kleiner Aufstieg Richtung Langmartskopf hinzunehmen. Es geht wieder bergab, diesmal sehr schnell, an der Hahnenfalzhütte vorbei. Die nächste Abbiegung geht es wieder rauf und dann etwas steinig zum Weithäuslesplatz. Ab jetzt geht es wirklich nur noch bergab bis zur Schwanner Warte. Zunächst Richtung Dobel auf dem asphaltierten Weg, von dem aus an einer lichten Stelle Bad Herrenalb, das Gaistal und die umgebenden Berge zu überblicken sind. Nach Dobel folgt Dennach. Vor und nach Dennach geht es rasant abwärts. Schließlich und endlich weitet sich der Blick bei der Schwanner Warte über den Pfinzgau mit den Feldern, die Rheinebene und Kraichgau. Hier beim Segelfluglatz ist man aus dem Wald herausgekommen und es bieten sich jetzt unzählige Möglichkeiten fortzufahren. Entweder man legt in einem der Lokale bei der Schwanner Warte eine Pause mit schöner Aussicht ein oder man fährt irgendwie nach Pforzheim oder Karlsruhe z. B. über Marxzell durchs Albtal oder geradeaus nach Ottenhausen (malerischer Radweg , abwärts mit vielen Kurven) - Weiler - Karlsbad oder oberhalb von Neuenbürg nach Birkenfeld-Pforzheim.