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Was und Wo
Start in Höfen Durch das Kleine Enztal Würzbach - Oberreichenbach Zur Büchenbronner Höhe Über das Grösseltal zurück Links |
Was und Wo
Tälerhopping im Enzkreis? - Es gibt Inselhopping, manche machen Partyhopping - im Enzkreis kann man auch gut per Rad zwischen den drei Flüssen Enz, Nagold und Würm wechseln, die in Pforzheim zusammenfließen. In diesem Beitrag werden zwei Kombinationen zwischen Enz und Nagold vorgestellt. Eigentlich sind es nur zwei halbe, da sie bei jeweils einem Fluss beginnen und dann über die Höhen zurückführen. Wer will kann dann die Runde schließen.
Tour Nr. 1 startet im Nagoldtal beim Monbachtal.
Tour Nr. 2 startet im Enztal in Höfen.
Tour Nr. 3 macht die große Runde vom Kupferhammer in Pforzheim zu Enz und Nagold.
Start in Höfen
Diese Radtour ist 53 km lang und startet in Höfen. Sie führt entlang der Enz und der kleinen Enz. Dann geht es hoch auf die Enz-Nagold-Platte und man erreicht Oberreichenbach. Bis Schömberg fahren wir dann wie in Tour 1 nur umgekehrt. Schließlich folgt die Abfahrt ins Enztal durch das Grösseltal und dann der Weg entlang der Enz.
In Höfen gibt es einen schönen grossen Parkplatz, wo man sehr gut sein Auto abstellen kann. Wenn man von Neuenbürg mit dem Auto ankommt befindet er sich nach der Strasse Richtung Schömberg und dann an der linken Strassenseite. Von dort gehen wir über eine kleine Fussgängerbrücke über die Enz und fahren dann rechts vom Bahnhof vorbei leicht aufwärts. In Höfen ist übrigens der 1. Höfener Bart- und Schnorresclub 1985 e.V. ansässig, dem es zu verdanken ist, die Bartmeisterschaften nach Deutschland geholt zu haben.
Bestimmt haben wir inzwischen auch schon die Infotafeln zum Enztalradwanderweg gesehen, wo der Wegverlauf grob skizziert ist. Zunächst entlang der Bahnlinie fahrend geht es später ein Stück bergauf, so dass man etwas erhöht über dem Tal fährt. Vorbei an Kleingärten, Pferdewiesen und Wald nähert man sich Calmbach.
Calmbach liegt an einer Vezweigung der Enz, an der die von Wildbad kommende große Enz und die kleine Enz zusammenfließen. Der Radweg macht eine kleine Abfahrt und führt uns auf der Alten Höfener Strasse zur Hauptstrasse. Auf der steuern wir zum kleinen Enztal, von uns aus gesehen das linke Tal. Wir folgen den Wegweisern nach Kleinenzhof und Besenfeld und kommen auf die B 294. Bei dem Sägewerk überqueren wir jedoch die Enz und verlassen somit die Strasse.
Durch das Kleine Enztal
im Kleinen Enztal |
Das kleine Enztal ist ein sehr schön idyllisches tief eingeschnittenes schmales Tal. Zwischen Wiesen eingebettet plätschert die Kleine Enz. Auf einem angenehm zu fahrenden Radweg folgen wir deren Lauf. Sie wird zweimal gequert. Unterwegs kommen wir an der Schwallung "Seelig" vorbei. Hier war seit dem Mittelalter bis 1900 eine Floß- und Einbindestelle. Bis zu 200 m lange Floße wurden von hier flußabwärts gebracht. Da die kleine Enz und andere Flüsse für solch grosse Floße nicht genug Wasser führten, wurde das Wasser an den Schwallungen gestaut. Wenn diese geöffnet wurden, schwamm das Floß zu Tale. Die Floße wurden bis Mannheim befördert.
Weitere Infos zu Flösserei (Fotografiert von der Schautafel an der Schwallung
Seelig):
Geschichtliches zur Flösserei
Beschreibung eines Flosses
Nochmal Kleines Enztal, diesmal im Sommer |
Bei Kleinenzhof kommen wir an einem großen Campingplatz vorbei und erreichen ca. einen km weiter eine Kreuzung. Dort biegen wir links ab und überqueren die Kleine Enz und die B 294. Nun stehen uns 2,5 km Steigung bevor. Auf dem Heselbachsträßle fahren wir links des Baches knapp 200 m hinauf, der den Eisengrund hinunterkommt. Bemooste Felsen liegen im Bach, der im schattigen Wald fließt. Oben erreichen wir eine Ebene, welche sich Hesel-Brand-Kohlmisse nennt.
Missen sind im Prinzip ein bewaldete Hochmoore ist. Dort gibt es sowohl Lichtungen als auch Wald. Typische Bewohner sind Sonnentau, Kiefer, Heidekraut, Heidel-, Preiselbeere und Wollgras. Die Mächtigkeit der Missen beträgt allderdings nur 1 m , maximal 3 m. Diese Misse entstand dadurch, dass sich im mageren Bundsandsteinboden Staunässe bildete, die durch das kühl-feuchte Klima begünstigt wird. Ein schöner ebener Weg führt durch die Misse zum Waldrand. Dort stossen wir auf eine Fahrstrasse und eine Sitzbank lädt zum ausruhen ein.
Würzbach - Oberreichenbach
Strasse nach Würzbach |
Von der Bank haben wir einen Blick auf die kurvig abwärts führende Strasse. Durch Löwenzahnwiesen schlängelt sie sich wie im Bilderbuch nach Würzbach. In dem langezogenen kleinen Dorf Würzbach macht die Strasse einen Linksbogen, wo nach rechts einbiegen. Wir fahren an den Gehöften vorbei, die hier unten in den Talauen liegen. Sanft steigen links und rechts die Löwenzahnwiesen an, auf denen Kühe und Pferde weiden. Zwei kleine Bäche sammeln sich hier, die am Ortsende in einem Bach im Wald verschwinden. Wir fahren ziemlich gegen das Ende des locker bebauten Ortes und links geht dann eine kleine Strasse nach Rötenbach ab. Wir fahren die Wiese hoch, die im April schön gelb blüht und verschwinden im Wald.
Wiese bei Würzbach |
Oben im Wald haben wir wieder einen Scheitelpunkt erreicht und haben eine Abfahrt nach Rötenbach. Auch hier fahren wir zunächst durch blühende Wiesen (wenn es Frühjahr/ Frühsommer ist), auf denen auch zahlreiche Obstbäume stehen. Bei der kleinen Dorfkirche erreichen wir die von Oberreichenbach kommende Landstrasse, die weiter nach Bad Teinach führt. Wenn wir hier nach rechts fahren, würden wir der Tour 1 Richtung Zavelstein folgen. Das wollen wir jetzt aber nicht, denn wir wollen auch wieder zurück nach Höfen. Wir folgen also der Tour 1 , jedoch rückwärts .
Zur Büchenbronner Höhe
So kommen wir durch Oberreichenbach, Siehdichfür, Igelsloch, Schömberg. In Schömberg verlassen wir die Tour 1 . In Schömberg fahren wir am Wellenbad vorbei ("Atlantik des Schwarzwaldes" - man höre und staune) nach Langenbrand. Beim Kreisel in Langenbrand würde nun eine direkte Strasse nach Höfen führen. So schnell ist die Tour 2 aber noch nicht zu Ende, denn wir machen noch einen kleinen Abstecher zur Büchenbronner Höhe. Beim Kreisel in Langenbrand fährt man dazu geradeaus weiter und dann am Ortsende rechts in einen Radweg. Der Radweg ist gleichzeitig auch der Mittelweg des Schwarzwaldvereins. Es kommt wieder ein Wald mit einer kleinen Senke. Dann erreichen wir wieder mal einen schönen Waldrand und in einer Rodungsinsel liegt Engelsbrand. Dorthin fahren wir die Wiese runter, queren den Ort und fahren bei der Kirche schräg nach oben. Direkt fahren wir nun zur Büchenbronner Höhe (608 m). Wir erreichen sie, als plötzlich im Wald ein leicht gebauter, aus Stahlstreben bestehender Aussichtspunkt auftaucht. Rings um ist Wald und so steigen wir zur Aussichtsplattform. Hier oben ist der Blick weit, wir überblicken die Nagold-Enz-Platte, schauen zu den Ausläufern des Schwarzwaldes nach Pforzheim und in andere Richtungen.
Über das Grösseltal zurück
Schloss Neuenbürg, Quelle: www.noerdlicher-schwarzwald.de |
Wir fahren wieder nach Engelsbrand zurück und nehmen die Strasse hinunter ins Enztal Richtung Neuenbürg und Pforzheim. Sie folgt dem engen und tief eingeschnittenen Größeltal. Es ist eine recht flotte Abfahrt. Zwischendurch lädt die Wirtschaft zum Größeltal ein, ein Radler zu trinken. Im Enztal erreichen wir die Bundesstrasse. Dort muss man zunächst auf der Strasse fahren. Man kann dann ein Stück weiter beim Klärwerk auf eine Strasse parallel zur Bundesstrasse wechseln. Dann geht es unter der Bundesstrasse und Bahnlinie durch und wir fahren durch das schmale Neuenbürg. Neuenbürg liegt tief unten in einer großen Flußschlinge, die den 400 m hohen Schloßberg umrundet. Im Städtchen angekommen, geht es am Peptinwerk vorbei und man gelangt auf den Enztalradwanderweg. Die Strecke führt ziemlich eben entlang der Bahnlinie. Diesem wird bis zum Eingang des Eyachtales entlang geradelt, wo man von mehreren Forellenzuchtbetrieben empfangen wird.
Wir fahren auf dem Radweg weiter und erreichen schließlich Höfen
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